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2.07.05 von Peter Hilt-Klein
ein wunderschöner Salmler aus der Rosy Tetra -Gruppe, der bis zu 60 mm groß wird.
Man sollte diese Salmler in Gruppen zu mindestens 6 Tieren pflegen.
Sie sind zwar durchaus gesellig, Schwarmbildungen konnte ich aber bisher nicht beobachten.
Schmucksalmler Männchen
Schmucksalmler Weibchen
^Schmucksalmler
Rosensalmler
Rosy Tetra
Hyphessobrycon bentosi bentosi
Hyphessobrycon bentosi rosaceus
Hyphessobrycon ornatus
o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
....`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
......`+-Familie: Echte Salmler Characidae
........`+-Unterfamilie: Tetragonopterinae (?)
..........`+-Gattung: Hyphessobrycon
............`o-Art: rosaceus Durbin, 1909
Schmucksalmler, manchmal unter H.bentosi bentosi, H.bentosi rosaceus, H.ornatus gehandelt
^Immer wieder kommt es zu Verwechslungen von Hyphessobrycon rosaceus (Schmucksalmler) mit Sichelsalmlern Hyphessobrycon bentosi . Ich versuche mal, da etwas “Licht ins Dunkel” zu bringen. :-)
Bei Hyphessobrycon bentosi, der auch unter dem Namen “Robertsi” im Handel und stellenweise auch in der Literatur zu finden ist, ist die rote Zeichnung in der Caudale (Schwanzflosse) nicht in der Mitte geteilt. (vergl. Fotos)
Außerdem ist bei dieser Art die weiße Zeichnung der Flossen, vor allem der Bauch- und Brustflossen, kaum ausgeprägt bis völlig fehlend.
Sichelsalmler. v.: Weibchen; h.: Männchen – Bild: © Lutz Döring, AquaNet
Bei den ehemaligen Hyphessobrycon bentosi bentosi und H.bentosi rosaceus ist das rote Muster in der Schwanzflosse deutlich zweigeteilt. Diese beiden ehemals als Unterarten der Art Hyphessobrycon bentosi beschriebenen Arten sind nun in der Art Hyphessobrycon rosaceus zusammengefasst, wenn ich die Nomenklatur richtig lese. (siehe auch Gattungsbeschreibung Hyphessobrycon )
Die Schmucksalmler verfügen in Bauch- und Brustflossen im Gegensatz zum Sichelsalmler über deutliche weiße Flossenränder, die in der Literatur als Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen beiden Arten aufgeführt wird.
Schmucksalmler – vorne Weibchen, hinten Männchen.
^| Temperatur | 22-28°C |
|---|---|
| pH | pH 5-7,0 |
| KH | 0-3°dKH |
| GH | 0-12°dGH |
| AQ-Größe | ab 80 cm |
| Größe | bis 60 mm |
Lebend-, Frost- und Flockenfutter. Am liebsten scheinen sie schwarze und weiße Mückenlarven zu mögen. Auch TK-Cyclops werden gerne genommen.
^Die Tiere (vor allem Wildfänge; bei den Nachzuchttieren nicht mehr so ausgeprägt) scheinen bevorzugt im Winter und da in Schlechtwetterperioden zu laichen.
Am 08.03.2005 laichte ein Pärchen etwa gegen 9:00h morgens ab.
Etwa 400 Eier!
Die Weibchen laichen im Hälterungsbecken etwa alle 2 Wochen ab.
In den letzten Wochen wurden die Eltern mit Tetra Rubin, gefrorenen schwarzen Mückenlarven, Cyclops und Artemianauplien gefüttert. Die Weibchen zeigen deutlichen Laichansatz.
Das Aquarium ist ein 50cm-Becken, das mit Laichnetz und Belüftung ausgestattet ist.
Leider habe ich momentan nicht viel Zeit, die unbefruchtetet Eier abzusammeln. Dadurch ist das Gelege zum größten Teil verpilzt.
Am 09.03. schlüpfen am morgen dennoch ein paar, die ich mit einem Luftschlauch vorsichtig absauge und in ein kleineres Aquarium überführt habe.
Mal sehen, wie viele übrig bleiben.
Mittag: ich habe etwa 50 geschlüpfte Larven zählen können. Doch nicht alles vergammelt.
11.03.2005: Die Übriggebliebenen hängen an den Scheiben. :-)
Es sind wohl noch an die 100.
3 Wochen alter Jungfisch
06.04.2005: Nach kräftiger Fütterung, zunächst mit Artemia-Nauplien, später zusätzlich mit Cyclops sp., sind die Jungfische jetzt etwa 15mm groß. Die Flossen beginnen sich zu färben und die Körperform erinnert an die der Eltern.
02.07.2005: Die Jungbrut vom März hat sich zu ausgewachsenen Schmucksalmlern entwickelt.
Zusätzlich sind im normalen Hälterungsbecken ein paar wenige Jungfische aufgetaucht.
Natürlich ist der Ansatz im extra Zuchtbecken sehr viel produktiver, aber immerhin.
^seit geraumer Zeit ist im Fachhandel eine recht hübsche Form des Schmucksalmlers zu finden: der Weißflossen-Schmucksalmler.
Im Großen und Ganzen unterscheidet sich diese Form kaum von der Normalform – bis auf die weißen Flossen. (siehe Fotos)
Weißflossen-Schmucksalmler – Männchen
Weißflossen-Schmucksalmler – Weibchen
Vielen Dank an Andreas Werth für die freundliche Bereitstellung der beiden Fotos!
Auch bei dieser Variante, bei der es sich um eine Zuchtform des Züchters Peter Günnel handelt, sind die gleichen Unterschiede zwischen beiden Geschlechtern zu erkennen:
Wie das obere der beiden Fotos zeigt, sind die Rücken- und Brustflossen der Männchen weit und spitz ausgezogen. Bei den Weibcken (Foto unten) ist die Rückenflosse runder und die Färbung derselben auch abweichend.
Meistens sind bei den hier beschriebenen Arten, anders als sonst oft bei kleinen Salmlern üblich, die Männchen größer.
Es bietet sich an, auch diese Farbvariante in einer größeren Gruppe zu pflegen. Das Imponiergehabe der Männchen ist wirklich sehenswert.
Andreas Werth ist es gelungen, einige sehr gute Fotos von einem Schaubecken bei Zoo Kölle zu machen und in einem interessanten Aufsatz unterzubringen.
^1 [zurück] The rosy tetra, Hyphessobrycon rosaceus, its identification and brief history as an aquarium fish. Tropical Fish Hobbyist, 45(11):158-166. (By S.H. Weitzman & L. Palmer).
Peter & Martin Hoffmann, DATZ 52 (7) 1999, Seite 12-13, “Der Schmucksalmler, Hyphessobrycon bentosi bentosi”
Peter & Martin Hoffmann, DATZ 57 (6) 2004, “Rosy Tetras” 1
Peter & Martin Hoffmann, DATZ 57 (7) 2004, “Rosy Tetras” 2
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