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Erfahrungen mit Regenbogenfischen

1.04.07  von Arsene Schneider

Meine persönlichen Erfahrungen mit Melanoteania und andere Regenbogenfische
Text in Französisch
(Aus dem französischen vom Autor übersetzt)

Was könnte man über diese Fische erzählen? Sie stammen aus einem weit entferntem Kontinent, auf dem sich die Tiere wie nirgendwo anders entwickelt haben, und wo sehr viele Regionen unentdeckt bleiben: Australien. Nur wenige Arten sind nötig, um alle Farben des Regenbogens zu repräsentieren: blau und gelb mit M.boesemani, M.praecox, M.lacustris, rot mit M.herbertaxelrodi, grün oder violett mit M.trifasciata.

Melanotaenia trifiasciata

Melanotaenia trifiasciata

Diese letzte Art, mit ihrer verschiedeneren Varianten, vertritt an sich alleine, alle 7 Farben. Was diesen letzten Punkt betrifft, muss man hinzufügen, das der Speciesname, um komplett zu sein, die geografische Herkunft des Fisches ergänzen muss (z.B. Melanotaenia splendida inornata “Goyder River”, Melanotaenia sexlineata “tabubil”, Melanotaenia maccullochi “Skull Creek..)

M.splendida inornata

Melanotaenia splendida inornata

Nur diese Artikel wird sie über letztendliche Farbe und Form informieren.
Leider werden sie diese Information nur bei einem erfahrenden Züchter bekommen. Traditionelle Fischgeschäfte werden sie ihnen nicht geben können, da sie sich ihre Fische bei “industriellen” Zuchtfarmen besorgen, bei denen keiner mehr weiß, wo sie herstammen und die sich eigentlich nur wenig darum kümmern. Vergleichen sie ein M. trifasciata “Goyder River” mit einem M. trifasciata “wonga Creek” und dann werden sie sich von selbst Gedanken darüber machen können. Selbstverständlich sind Hybridationen und Mischungen zu verhindern, um den Stamm rein zu halten.

Mélanotaenia maccullochi

Mélanotaenia maccullochi

Ich werde Ihnen morphologischen Deskriptionen und Systematik, die ich persönlich ziemlich unüberschaubar finde, ersparen. Ich überlasse den Spezialisten die Arbeit, Zähnen und Schuppen zu zählen, oder die Distanz zwischen dem linken Auge und dem Ende der Kaudalflosse zu messen. Ich finde auch ein kleines Bild viel konkreter und aussagekräftiger, als ein großer Text.
Meine Erfahrung mit diesen Fischen begann mit meinem ersten 240 Liter Becken. Mein Leitungswasser war mittelhart, mit einer Gesamthärte von 11 und einem pH wert von 7. Es war also zu weich um Barsche zu halten und zu hart für ein Amazonasbecken. Da ich keine Lust hatte, den kleinen Chemisten zu spielen, musste ich was anderes finden. Meine Wahl bewegte mich sehr rasch zur den australischen Arten. Außerdem repräsentierten sie für mich einen Ort, an dem ich schon immer mal gerne hinreisen wollte. Da ich nicht nach Australien gehen konnte, entschloss ich mich, Australien zu mir zu bringen.
Ich hatte das Gluck, in Deutschland eine sehr schöne melanoteania boesemani Form zu finden. Die hintere Hälfte war regelrecht orange und die vorderen dunkelblau. Außerdem schienen die Tiere eine längliche Form zu behalten. Solche Fische waren bei uns in Frankreich ende der 80er Jahre sehr selten.
Da sie viel Platz brauchen, nahm ich nur drei Paare. Ich setzte vier bedotia geyai und sechs iriatherina werneri dazu.

Iriatherina werneri

Iriatherina werneri

Heute würde ich diese Zusammenstellung nicht mehr vornehmen, da die M.boesemani zu verfressen und zu nervös für die kleinen iriatherina sind. Mein erstes Ziel war selbstverständlich sie zu züchten, damit ich auch sagen konnte “die sind von mir”. Sie enttäuschten mich auch nicht. Ich Bepflanzte meine Mopaniwurzel mit Javamoos und sah auch rasch, wie die Tiere täglich balzten und laichten, meistens morgens, als die Leuchtstoffröhren noch aus waren, und nur das Sonnenlicht auf ihren Schuppen strahlte. Das Problem war nur, das sie sich sofort umdrehten und die Brut auffraßen. Wenn sie Ihre melanos frenetisch am Moos zupfen sehen, schauen Sie genauer hin. Sie sehen dann die kleinen runden durchsichtigen Eier, mit ihrem haftenden Faden, wie Kugeln am Weihnachtsbaum hängen. Gott sei dank fallen einige Eier tiefer ins Moos rein, so dass einige immer davonkommen. Die Larven schlüpfen zwischen 9 bis 12 Tagen und sind 2-3 mm klein. Im Gesamtbecken haben sie wenige Chancen zu überleben. Am besten nimmt man das Moos raus bevor sie schlupfen und tut es in ein kleines 10 Liter Becken. Die Larven schwimmen hungrig, an der Oberfläche. Manche sind so winzig das sie den Wasserspiegel nicht brechen können um ans Futter zu kommen. Am besten fügt man Flüssigfutter hinzu. Nach 8 Tagen fressen sie (endlich) frisch geschlüpften Artemias und haben damit einen großen Schritt zum Überleben gemacht. Trotz häufigem Wasserwechsel wachsen sie sehr langsam. Ein Jahr brauchen die großen Arten wie M.boesemani, um ihre vollen Farben zu zeigen. Dafür leben sie auch ziemlich lange und werden mit dem Alter immer schöner. Bei kleineren Arten wie M.praecox oder M.maccullochi sind die Farben früher zu sehen. Sie laichen auch schon bevor sie ausgewachsen sind und fressen ihre Eier nicht. Alle Regenbogenfische vermehren sich auf dieser Art. Der Literatur nach, laichen sie jeden Tag in den Pflanzen oder einem Mop aber persönlich habe ich “Ruheperioden” festgestellt, in denen während mehreren Wochen, wesentlich weniger Eier zu finden sind.

Rhadinocentrus ornatus column creek

Rhadinocentrus ornatus

Außer Melanotaenia bestehen die Regenbogenarten hauptsächlich aus Glossolepis, Chilatherina, Pseudomugil, Rhadinocentrus, Bedotia und Iriatherina

Lachsroter Regenbogenfisch/Glossolepis incisus

Glossolepis incisus

Das war’s für heute
Arsène SCHNEIDER

 

. o O * top * O o .

 

  1. am 23.12.08 schrieb Rene :

    Hallo Arsene,

    bin im Moment in Australien Unterwegs und grase einige Creeks nach Regenbogen Fischen ab – die Rote Auspraegung von
    Mélanotaenia maccullochi habe ich noch nie gesehen – Zucht Form – Fake – oder lokale in einem Fluss zu finden – wenn ja in welchen um Cairns hab ich nichts in der Art gefunden – dafuer tausende von Melanotaenia splendida (suedlich Cairns) Bitte um Hilfe – Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch




  2. am 19.07.09 schrieb Micha :

    hallo,
    ich hab mal eine frage zu diesen fadenregenbogenfischen; wenn ich fotos von ihnen shen haben sie die flossen immer aufgestellt, meine hingegen machen das nicht so oft, hat das etwas mit dem balzverhalten zu tun oder sind sie vielleicht krank?

    gruß micha




  3. am 20.07.09 schrieb Arsene :

    Hallo Micha

    Kommt darauf an : Dieses Flattern wie ein Schmetterling ist ein reines Blatzverhalten, das Breitmachen ohne zu flattern ist ein Imponierungsverhalten zwischen den Männchen.
    GruB
    Arsène




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