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Bau eines Bachlaufaquarium

26.12.16  von Henry Buchmann

Bachbecken

In verschiedenen Publikationen wird von Bachlaufbecken gesprochen.
Was mich ein wenig daran stört ist, dass hier versucht wird, eine gleichmäßige Strömung zu erreichen. Das wäre mehr oder weniger mit einem Windkanal zu vergleichen. Wenn wir uns aber einen Bach etwas genauer anschauen mit seinen kleinen Wasserfällen, Vertiefungen, Verengungen und wechselnden Wasserständen wird schnell klar, dass verschiedene Strömungsgeschwindigkeiten herrschen. Auch halten sich die wenigsten Fische dauerhaft in der Hauptströmung auf, so dass sie immer wieder strömungsärmere Bereiche wie z.B. unter und hinter Steinen und Ästen aufsuchen.

Erster Versuch

Zum Versuch dieses zu simulieren überlegte ich mir wie ich mir so etwas erstellen könnte.

Zuerst baute ich ein Aquarium mit den Maßen 100×40×40 um. Das Wasser sollte von der rechten Seite angesaugt werden, sollte und links über einen kleinen Wasserfall wieder ins Bachbecken fließen. Hierzu verwendete ich 3Pumpen , jeweils mit einer Fördermenge von 1200l/h mit der Meinung, es müsse schon irgendwie gehen.
Das Ergebnis war ernüchternd:
So sehen also ca. 1L pro sec aus, wenn sie über einen 40cm breiten Steg laufen.

Die Förderleistung der Pumpen muss also viel größer sein.
Nach einigen Recherchen im Internet kam mir die Fließgeschwindigkeit eines Baches mit dem Mittelwert von 0,3m /s doch recht hoch vor. Rechnet man ihn aber in km/h um, sind dieses jedoch nur noch ca.1km/h.
Wäre der Bach nun 10 cm hoch und 40 cm breit würden hier ca. 43000 l/h entlang fließen. Das wäre mit herkömmlicher Aquarientechnik wohl kaum zu schaffen. Dies wäre nur über ein Rundbecken mit Strömungspumpen zu realisieren.
Soviel zur Theorie.

Zweiter Versuch

Nun wollte ich das Ganze wie ein Strömungsbecken bauen, mit doppelten Boden und zwei Rundungen an den Stirnseiten.
Das Wasser konnte zwar unter der Bodenscheibe gut beschleunigt werden, nachdem es jedoch die erste Rundung passiert hatte, entstanden dort starke Verwirbelungen, die einen Sog ähnlich wie an einem Wehr entstehen ließen, so dass diese die Strömung unterbrachen. Auch hier entsprach das ganze nicht meinen Vorstellungen.

Dritter Versuch

Nun um einige Erfahrungen reicher baute ich ein Becken mit Rundungen an der Stirnseiten und einer senkrechten der Beckenlänge nach aufgestellten Mittelscheibe. Dieses Becken kam meinen Vorstellungen schon näher.

Nachdem ich mir nun schlüssig war, wie solch ein Becken auszusehen habe, konnte es an den Bau gehen.

Material

Becken 1Stk 1000×400×400 Aquarium
Rundungen 1Stk 500×500×2 Polystyrolglas (Bastelglas)
Mittelscheibe 1Stk 700×480×6 Glasscheibe
Landteil 1Stk 800×270×6 Glasscheibe
Landteil 1Stk 150×138×6 Glasscheibe
Rückwand Naturschiefer
Filter 1Stk 700×150×50 Filterschwamm
Filter 2Stk 700×30×30 Filterschwamm
Gitter Kabelverlegerohr
Gitter Gewebegitter
Pumpenstutzen Kabelverlegerohr
Pumpen 2Stk Powerhead 700l/h
Pumpe Turbelle® nanostream 6055 5500l/h
Deckenplatten 4Stk 50×50 Styropor
Eckleisten 2Stk Schwarz 20×20×500 PVC
Eckleisten 2Stk Schwarz 10×10×960 PVC

Betriebsmittel

Kleber Stabelitexpress
Kleber Aquariumsilikon
Kleber Heißkleber
Klebestreifen
Reiniger Aceton
Schmierstoff Schneidöl
Schmirgelpapier fein
Spülmittel
Farbe Schwarz Dispersionsfarbe (Abtönfarbe aus dem Baumarkt)

Werkzeug

Papierschere
Teppichmesser
Glasschneider
Abziehstein
Bandmaß
Schraubzwingen
Schnellspanner
Winkelklemmen
Metallbügelsäge
Heißklebepistole
Halbrundfeile Hieb 2 oder 3
Bohrkrone/ Lochkreisbohrer
Bohrmaschine
Farbrolle
Farbewanne

Deko

Quarzsand 25kg Körnung 3,6-5
Rückwand Naturschiefer
Pflanzensubstrat Seramis
Pflanzen: Moos aus dem Garten und Sumpfpflanzen aus dem Gartenteich

Bauanleitung

1. Zuschneiden der Mittelscheibe und verkleben der Glasstreifen
2. Zuschneiden der restlichen Glasscheiben
3. Zuschneiden der Rundungen und verkleben
4. Verkleben der Mittelscheibe
5. Anfertigen des Gitters und Verkleben
6. Anfertigen des Landteil
7. Zuschnitt der Filter
8. Filterrückwand Verkleiden mit Schiefe
9. Anfertigen der Pumpenhalterungen
10. Bodengrund
11. Einbau der Pumpen
12. Einrichtung
13. Anfertigen der Rückwand
14. Fischbesatz

1.Zuschneiden der Mittelscheibe und verkleben der Glasstreifen

Um die Mittelscheibe mit ihre Auflagen zu erstellen, muss diese erst auf Maß geschnitten werden, hierzu nehmen wir die 700×410×6 Glasscheibe.

Glas schneiden.

Zuerst muss eine Glasplatte mit den Maßen 700mm x 250mm und eine Glasstärke von ca.6mm geschnitten werden. Es empfiehlt sich hierzu Schutzhandschuhe aus Leder und eine Schutzbrille zu tragen um Verletzungen vorzubeugen.

Einkerben der Scheibe

Um die Scheibe auf eine Länge von 700 mm sauber einkerben zu können, sollte man sich hier eine Anschlagsschiene setzen, die mit Schraubzwingen in der Position gehalten wird, an der man den Glasschneider sauber von Anfang bis zum Ende entlang führen kann ohne ihn abzusetzen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Schneide des Glasschneiders mit Öl benetzt und die Scheibe im Schnittbereich staubfrei ist. Setzt man den Glasschneider während des Schnittes ab bzw. wird zweimal angesetzt, verläuft der Schnitt oft in eine unerwünschte Richtung.

Brechen des Glases

Zum Brechen des Glases liegt die Kerbung auf der Oberseite. Unter die Scheibe wird auf einer Seite der Kerbung z.B ein Keilchen oder ein Rundholz unterlegt.
Jetzt wird mit einem gleichmäßigen kurzen zügigen Druck auf beiden Seiten der Einkerbung das Glas gebrochen.

Schnittstellen entgraten

Um Schnittverletzungen vorzubeugen sind die Schnittstellen sofort mit einem Abziehstein, Ölstein oder Sensenstein zu entgraten. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die kleinen Splitter die abfallen nicht in die Augen oder Hände gerieben werden!

Aus dem verbleibenden Glas werden hier noch 4 Glasstreifen von 700×40×6 auf dieselbe Art zugeschnitten. Jetzt sollte noch ein Glasstreifen übrig sein, der 700×70×6 groß ist. Diesen benötigen wir später noch für die Filterkammer.

Reinigen und Abkleben

Um ein sauberes Einkleben der Glasstreifen zu gewährleisten, müssen die Klebestellen fettfrei gereinigt werden. Hierzu nehme ich Aceton.
Nun werden die Stelle, an denen die Glasstreifen später sitzen sollen, mit dem Folienstift von außen angezeichnet (um die Markierungen später wieder entfernen zu können.) Ist dies Geschehen, geht es zum Abkleben. Mit Klebestreifen kleben wir jetzt ca. einen Klebespalt von 5mm an den Glasstreifen und der Glasplatte ab, um später nicht alles mit Silikon zu verschmieren.

Jetzt geht es ans Einkleben

Beim Kauf einer Silikonspritze sollte man nicht die billigste nehmen, sondern eine mit Kraftübersetzung, die sich so um 20 Euro bewegen, da diese die Arbeit doch um einiges vereinfachen. Jetzt wird der Silikon auf denn Glasstreifen aufgetragen und anschießend zentrisch in das Becken und auf die Mittelscheibe bündig zu denn Markierungen eingeklebt. Die untere Strebe wird hier min. 70 mm+1 über der Bodenscheibe und die obere 248 mm zentrisch darüber verklebt, dasselbe gilt für die mittlere Glasscheibe. Um die Streben besser an der Beckenseite verkleben zu können, legt man am besten das Becken auf die Seite, so kommt man an dieser Stelle ohne Schraubzwingen aus. Jetzt gilt es noch die Silikonnähte zu verputzen. Hierzu könnt ihr eure Finger benutzen (Achtung verschiedene Menschen leiden unter Silikonallergie) oder auch dafür vorgesehene Radiusschablone aus dem Fachhandel. Die Finger oder Schablone werden zuerst mit Spülmittel oder Schmierseife benetzt um zu verhindern, dass das Silikon daran haften bleibt.
Wichtig ist, dass das Glätten der Naht nun in einem Zug von Anfang bis Ende vollzogen wird, da sonst Spülmittel zwischen die Klebestellen gerät. Nun ist Geduld angesagt und die Klebestellen müssen erst über Nacht trocknen.

2. Zuschneiden der restlichen Glasscheiben

Da man ja nicht die Zeit vergeuden möcht, kann es jetzt an das weitere Zuschneiden der Glasteile gehen. Hierzu schneiden wir aus dem 700×70×6
zwei Glasstreifen 70×150×6 als Seitenteile für den Filter um so später zu verhindern, dass der Bodengrund(Sand) in diesen getrieben wird. Bei meinem Bachbecken soll also der Bodengrund max 7cm hoch sein.

Nun noch schnell den Landteil zuschneiden.
Hier wird die Glasscheibe 800×270×6 zu den Maßen 800×150×6,800×80×6 und 800×40×6 zugeschnitten. Für die beiden Seitenteile nehmen wir die Glasscheibe
120×138×6, diese wird diagonal geschnitten, sodass sie hier 40mm im vorderen Bereich und im hinteren 80mm besitzt.

3. Zuschneiden der Rundungen und verkleben.

Aus dem 500×500×2 Polystyrolglas (als Bastlerglas bekannt) werden nun die beiden Rundungen in den Größen 500×250 erstellt. Hierzu befestigt man am besten eine Schiene auf der Kunststoffplatte, an der man entlang mit einem Teppichmesser eine tiefe Kerbe einschneidet. Nun kann das Polystyrol mit der Kerbe nach oben leicht an einer Kante sauber gebrochen werden.
Danach werden die Bogen auf Passgenauigkeit geprüft.

Hier sollte man beim Einfügen des Bogens Vorsicht walten lassen, da der sonst brechen könnte.
Die zu klebenden Flächen werden hier leicht angeraut und mit Aceton gereinigt.
Nun sollten die Rundungen vor der Mittelscheibe eingeklebt werden, da man sonst nur noch schwer mit der Silikonspritze in die Ecken kommt, um diese zu befestigen.

4.Verkleben der Mittelscheibe

Um die Mittelscheibe jetzt besser verkleben zu können, werden erst die beiden Seitenteile 70×150×6 für den Filter im rechten Winkel am Boden und an der Beckenseite verklebt. Nun kann die Mittelscheibe zentrisch eingesetzt werden. Den Abstand von 150mm ist durch die Seitenteile der Filterkammer schon vorgegeben. Um die Mittelscheibe nun richtig zu fixieren, habe ich die Bodenscheibe des Landteils mit Schraubzwingen an den oberen Glasstreifen befestigt bis das Silikon nach einem Tag ausgehärtet war.

5.Anfertigen des Gitters und Verkleben

Um zu verhindern, dass Fische in die Filterkammer bzw. Strömungskammer gelangen musste ein Schutzgitter angebracht werden. Dieses sollte nach Bedarf wieder entnommen werden können. Da ich keine passenden Schienen und Gitter in dieser Größe gefunden hatte, musste ich mir anders behelfen. Hierzu verwendete ich Kabelverlegerohre Durchmesser 16 die auf eine Länge von 250mm mit einer Metallsäge gekürzt wurden. Um hier das Gewebegitter zu befestigen wurden diese über die gesamte Länge mit einer Handbügelsäge auf einer Seite eingesägt. Das Gewebegitter wurde jetzt mit einer Papierschere zu den Maßen 145 × 250 zugeschnitten. Um sie gegen Herausrutschen zu sichern, wurde ein kleiner Wulst mit Heißkleber auf die Enden des Gewebegitters aufgetragen. Als Alternative könnte man das Ganze auch mit einer Stange sichern. Nun kann das vorbereitete Gewebegitter zwischen den Rohren eingeführt werden und die Gitter sind fertig.

Zum Verkleben des Schutzgitters werden die zu Verkleben Flächen angeraut und fettfrei gereinigt. Nun kann das Schutzgitter mit Zweikomponenten-Kleber auf Methacrylat-Basis im Becken verklebt werden. Hier sollte man diesem min 1Tag zum Aushärten Zeit geben und anschließend gut gewässert werden, dass der Kleber später keine Inhaltstoffe an das Wasser abgibt. Auf diese Weise konnte ich bis heute keine negativen Erfahrungen mit der Verklebung feststellen.

6.Anfertigen des Landteil

Da die Scheiben schon zugeschnitten sind, kann es jetzt an die Verklebung gehen.
Hierzu sind die zu verklebenden Stellen wieder fettfrei zu reinigen. Zuerst wird die Rückseite (800×80×6) an die Bodenscheibe (800×150×6)mit Silikon verklebt und mit zwei Schraubzwingen fixiert. Hier empfiehlt es sich dies auf zwei Faltböcke aufzulegen, um so besser hantieren zu können. Ist dies geschehen, können die beiden 138 mm lange Seitenteile verklebt werden und anschließend das (800×40×6)Vorderteil welches wieder mit Schraubzwingen gesichert wird. Nun können die Silikonnähte bequem verputzt werden. Das überschüssige Silikon an den Außenseiten wird nach der Aushärtung mit einem Teppichmesser abgeschnitten.

7.Zuschnitt der Filter

Sollte der Filterschwamm auf die Maße zugeschnitten werden, legt man am besten ein Schiene auf den Schwamm und schneidet ihn ohne ihn zusammenzudrücken in mehreren Etappen mit einem großen Küchenmesser zu. Das verhindert, dass der Schnitt verfranzt und später nicht sauber abschließt.
In den Strömungskanal werden nun in die untere Kammer zwei Filterschwammstreifen 700×30×30 links und rechts als Distanzhalter zum Boden eingelegt, um zu verhindern, dass der Filterschwamm auf der Bodenplatte aufliegt. Nun kann der 700×150×50 großer Filterschwamm eingelegt werden und die Filterkammer ist fast fertig. Nun müssen nur noch die Löcher für die Pumpenstutzen in denn Filterschwamm eingebracht werden. Hierzu wird einfach ein kleiner Kreuzschnitt mit dem Teppichmesser an diese Positionen eingeschnitten.

8. Filterrückwand Verkleiden mit Schiefe

Die Rückwand habe ich aus Naturschiefer erstellt. Hierzu reichen Abfallstücke die man bei fast jedem Dachdecker bekommen kann. Dieser grauschwarze Schiefer ist fast uneingeschränkt nutzbar. Schiefer ist nicht gleich Schiefer. Hier gibt es auch ölhaltige, kalkhaltige und pyrithaltigen Schiefer der nicht in das Aquarium gehört! Nachdem die Rückwand und der Schiefer ausgiebig gereinig sind, kann er nun an die Rückwand mit Silikon geklebt werden. Hier sollte man von links oben nach rechts gegen die Strömungsrichtung arbeiten, sodass die Platten überlappen. Die Schieferplatten dürfen nur ca. 35mm über die Rückwand überlappen, da man sonst die Pflanzenschale nicht mehr einlegen kann. Da nun viele kleine Spalten entstehen, in den sich Fische verklemmen könnten, empfiehlt es sich diese mit Silikon zu verschließen. Da man hier aber schlecht mit der Silikonspritze noch ins Becken kommt, habe ich ihn in Einwegspritzen umgefüllt, um besser hantieren zu können. Würde ich wieder eine Rückwand anfertigen, würde ich den Schiefer auf eine Glasplatte kleben, die später nur noch eingehangen wird. Nun müssen wir wieder ein Tag warten bis dieses ausgehärtet ist.

h3. 9. Anfertigen der Pumpenhalterungen

Da bei einem Filter das Wasser durch die Filtermatte hindurch gesaugt wird, muss das Wasser aus der unteren Kammer wieder in denn Strömungskanal gepumpt werden. Hierzu musste ich eine kleine einfache Halterung erstellen, die zum einen eine Verbindung zur unteren Kammer darstellt und zum anderen das Verrutschen der Pumpe verhindert. Diese habe ich durch ein Kabelverlegerohr Ø 25 und einem Reststück Polystyrolglas erstellt.
Hierzu wurde das Rohr an seiner Anschlussseite von 70mm gekürzt. Damit das Rohr nicht mit seinem vollen Durchmesser auf dem Boden aufliegt, müssen auf einem Abstand von ca. 20mm links und rechts die Rundungen abgesägt werden um so zwei kleine Bodenabstüzungen zu erhalten. Nun würde aber die Pumpe keinen Halt bekommen und sie würde umfallen. Um dies zu verhindern wurde ein kleines Stück 140×70 zugeschnitten, um nun hier die passende Bohrung zu erstellen. Hierzu legt man das Bastlerglas auf eine glatte Holzplatte und befestigt es mit z.B. mit Schraubzwingen. Jetzt wird mit einem Lochkreisbohrer die Bohrung erstellt. Sollte die Bohrung etwas zu klein ausgefallen, wird diese mit einer Halbrundfeile nachgearbeitet, damit das Rohr sich nur schwergängig einschieben lässt. Nun kann die Pumpe montiert werden.

h3. 10.Bodengrund

Als Bodengrund habe ich hier Quarzsand in der Körnung 3-5mm ausgewählt, da dieser mir als besser geeignet erschien als Sand, da ich hier befürchtete, dass dieser mir in kurzer Zeit die Filtermatten zusetzen würde. In die Hohlräume der Rundungen wurde Seramis eingebracht, weil dieses zum ersten recht leicht ist und auch so den nötigen Gegendruck an den 2mm starken Rundungen erzeugt, um zu verhindern, dass die Rundungen durch denn Wasserdruck bersten, da diese ja fast wasserdicht eingeklebt wurden.

11.Einbau der Pumpen

Nach mehren Versuchen der Positionierung und Auswahl verschiedener Bauarten von Pumpen, konnte ich das beste Ergebnis erzielen in dem ich zwei Powerhead a 700l/h in die Filterkammer einsetzte und eine regelbare Turbelle® nanostream 6055 von Tunze mit bis zu 5500l/h kurz hinter der Rundung eingebracht habe. Die zwei Powerhead wurden nun in die Bohrungen im Schwamm eingesetzt, sodass die Ansaugrohre unter diesem sitzen. Durch die große Fläche des Filterschwammes kommt es hier zu keinen unerwünschten Verwirbelungen durch das Ansaugen der Pumpen. Die Turbelle besitzt zur Befestigung einen leistungsstarken Magneten, der nicht unterschätzt werden sollte. Dieser wurde nun nach mehren Positionierungsversuchen auf eine kleine Glasscheibe gesetzt und so im Kies verankert. Hier konnte nun durch die Kugelform der Düse bequem die Strömungsrichtung optimiert werden. Was sich auch sehr vorteilhaft erwiesen hat, ist dem im Lieferumfang erhältlichen regelbaren Trafo mit dem die Leistung von 1000l/h -5500l/h eingestellt werden konnte. Dies hat zu einen den Vorteil, dass der Wasserstrom optimiert werden konnte und zum anderen hier verschiedene Fliesgeschwindigkeiten wie bei Regenfall oder Trockenphasen simuliert werden können. Die Befürchtungen, dass sich der Filterkorb mit Kies zusetzen würde blieben aus.

h3. 12.Einrichtung

Betrachtet man einen Bach, sieht man, dass die Randzonen oft unterspült sind und nur größere Hindernisse ihren Standort behalten und hier Pflanzen die Möglichkeit haben ihre Wurzeln zu verankern. Nur auf der Böschung befindet sich hier ein Pflanzenteppich. Hierzu verwendete ich große Kieselsteine, die ich zur Hälfte in den Bodengrund eingebracht habe und ein wenig Wurzelholz, damit es hier auch Ruhezonen in der Strömung gibt und die Pumpe verdeckt werden konnte. Die Pflanzen wurden in die strömungsärmere Bereiche eingepflanzt. Die Landteile wurde auch mit Seramis befüllt und mit Moos aus dem Garten und Rindenstücke dekoriert.

13. Anfertigen der Rückwand

Um einen besseren Hintergrund zu erhalten wurden hier Styropordeckenplatten mit Volltonfarbe schwarz gestrichen. Um ein Durchbiegen der Styroporplatten der Rückwand zu verhindern wurden diese auf 10×10×960 großen Eckleisten mit Silikon verklebt. Auch um den Seitenteilen genügend Stabilität zu verleihen, habe ich diese mit 20×20×480 langen Eckleisten verklebt. Nun wurden noch zwei kleine Blenden für die Vorderseite ausgeschnitten um so die Rundungen zu verdecken.

14. Fischbesatz

Nun musste nur doch das Becken zwei Wochen einlaufen und es konnten die ersten Fische eingesetzt werden. Hier viel die Wahl zunächst auf Sewellia lineolata und Dario choprai.

 

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