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Hydra im Aufzuchtbecken

4.02.05  von Peter Hilt

Hydra

Hydren sitzen am Filter

In meinen Aufzuchtbecken, in denen viel mit Artemia-Nauplien gefüttert wird, tauchen immer wieder große Mengen an Hydren auf, die den Jungfischen aufgrund ihrer Eigenschaft, giftige Nesselkapseln auszustoßen, gefährlich werden können.

  1. Links zum Thema Hydra
  2. Snailfaq zum Thema

Ich setze zu deren Bekämpfung Spitzschlammschnecken ein, die die Hydren abweiden. Das hilft allerdings nur, wenn noch nicht zu viele Hydren da sind.

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Die snailfaq schreibt dazu: (F: = Frage; A: = Antwort)


F: Hat jemand Erfahrung mit der Bekaempfung von Hydra im Suesswasser-Aquarium?

Meistens handelt es sich um Chlorohydra:
eine Art, die in Symbiose mit Algen lebt, dadurch gruen ist und lange (unbegrenzt?) ohne Beute auskommt, weil sie (bei genuegend Licht) von den Algen ernaehrt wird. Aushungern geht also nur wenn man die Pflanzen gleichzeitig ausdunkelt.

-> nach meiner Erfahrung gibt es im Aquarium wohl mehr als nur eine Art. In meinen Zuchtbecken macht sich derzeit eine weiße Art breit. (siehe Foto) Es scheint so, als ob meine extra trainierten Hydraschnecken™ ;-) diese nicht mögen.

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A: Physikalisch: Erhöhe die Wassertemperatur für 2-3 Stunden auf ca. 35-40° C. Aber: Vorher die Fische rausnehmen! Das sollte die Hydra dahinraffen.

-> Das rafft auch alle sonstigen Lebewesen außer ein paar Bakterien und Planarien dahin. Das heißt, auch alle Schnecken und die mühsam herangezogenen Rädertierchen, die die Brut ernähren sollen. Funktionieren tut es aber. Hab ich schon ausprobiert. Die Hydren liegen nachher als schleimige Klumpen am Aquarienboden und lassen sich dort absaugen.

A: Biologisch: mit Fadenfischen! Ich setzte ein paar Zwergfadenfische ins Aquarium ein. Nach ca. 2 Wochen war ich die Hydra los.

-> siehe vor. In laufenden Aufzuchtbecken nicht zu gebrauchen. ;-)

A: Gierige Fresser von Chlorohydra waren bei mir Ringelhandgarnelen. Ob diese auch gegen die die größeren (und für Fischbrut gefährlichen) Hydra vulgaris helfen habe ich noch nicht getestet.
PS: Andere Fadenfische und Makropoden sollen sich auch eignen (welche?, Stephan Pflume)

-> siehe vor.

A: Chemisch 1.: Flubenol . Das ist eindeutig das ideale Mittel. Kann getrost sparsam dosiert werden, wirkt zuverlaessig indem die Verdauung bei den Hydra ausgeschaltet wird.
Aber wie schon hier erwaehnt, die Schnecken (zumindest Apfel- und Turmdeckelschnecken) rafft das Mittel genauso zuverlaessig hin!
Flubenol ist ein Medikament fuer die Wurmbehandlung vor allem bei Gefluegel. Gibts in der Apotheke, leider nur in grossen Dosen und nur auf REZEPT! Fische vertragen es problemlos, auch ohne Krankheit :-) – evtl. kann man bei den Tierärzten nachfragen, ob sie das Medikament auch in kleineren Mengen abwiegen.

A: Chemisch 2: Ammoniumnitrat 1 Gramm auf 20 Liter Wasser. 100% Ausfälle bei den Hydren keinerlei Ausfälle bei Fischen und Pflanzen. Im Gegenteil nach ca. ein-zwei Wochen haben meine Scalare abgeleicht und ich habe die Jungen hoch bekommen.

Also… auf das ultimative Entfernungsmittel ohne Nebenwirkungen ist noch niemand gestoßen.

Bisher helfen also nur Abkochen und wieder neu einfahren sicher.

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  1. Renate Husmann über Hydra
  2. Der Süßwasserpolyp (Hydra): scheinbar primitiv – aber oho!
  3. Süßwasserpolyp Hydra spec.
  4. Wirbellose-Datenbank
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  1. am 17.05.09 schrieb Jens :

    wo hast du denn die Schlammspitzschnecken her ?




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